Inzwischen sind wir mitten drin im Alltag. Alle drei gehen vormittags brav zur Schule und ich hab endlich Gelegenheit mal wieder meine Laufschuhe auszuführen.
Die Nachmittage gestalten sich dagegen um so turbolenter und schaffen mich ziemlich sehr. Wir üben noch und hoffen ganz schnell irgendwie eine Struktur rein zukriegen.
Theoretisch sitzen alle drei, in weit von einander entfernten Ecken und machen ihre Hausaufgaben. Praktisch brauchen sie alle grundsätzlich im selben Moment meine Hilfe. Im Hintergrund klingelt dabei mindestens drei mal das Telefon und gelangweilte Freunde wollen Verabredungen oder Umfragetanten ganz schnell ein paar Antworten. Ich hopse hier also von Schreibplatz zu Schreibplatz, schaue in manch ratloses Gesicht, motiviere, lobe und mecker und lerne nebenbei sämtlich Flüsse der GUS-Länder.
Dabei passiert es dann, dass ich das Hockeytraining völlig vergesse oder die/das Gitarre/Klavier absolut zu kurz kommt.
Rosa geht nun schon die zweite Woche in die Schule. Bis auf das morgentliche Aufstehen, wuppt sie ihren neuen Tagesablauf prima. Sie ist die einzige hier, die sich mit Begeisterung an die Hausaufgaben stürzt.
Übrigens haben wichtige Wissenschaftler wohl heraus gefunden, dass kleine Jungs eine bessere Rechtschreibung haben, wenn sie auf dem Boden liegen. Das behauptet zumindest die Schulleiterin. Nun, wir werden sehen und probieren es derweil schon mal in Mathe.



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