Der Januar
war geprägt von Schulbesichtigungen, Bewerbungsgesprächen bei Schulleitern.Endlose Gedankenkreise, Waswärewenngespräche, Hoffnungen, Ängste, Suchen nach DEM Weg.
Keine so schöne Zeit.
Ende des Monats dürfen wir eine Woche in Neukirchen Ski fahren.
Der Februar
Die erste Schule lehnt unseren Sohn ab. Frei nach dem Moto nun erst Recht, versuchen wir es am Gymnasium.
Wenigstens ist somit eine Entscheidung gefallen. Die Ängste bleiben und bestimmen weiterhin die Gespäche.
Die seit Anfang Dezember liegenden Schneemassen sind getaut, trotzdem ist es weiterhin sehr kalt.
Sogar kleine, blaue Enten erscheinen auf der Havel.
Die Zeit wird knapp und eine Doktorarbeit will endlich fertig sein. So gibt es viele Überstunden, für den einen am Schreibtisch, für den anderen der Rest.
Der März
Der Monat beginnt mit Schrecken die nicht enden wollen. Erdbeben wird es immer geben, Atomkraftwerke hoffentlich nicht. Wir wechseln von Möchtegernökostrom zu echtem Ökostrom. Die Sorgen bleiben und der Frühling kommt trotzdem.Der April
ist dieses Jahr der Sommermonat. Es ist heiß und trocken und die Ostereier schmelzen in ihrem Versteck.
Wir verbringen eine kurze Woche an der Ostsee und ein paar Tage im Familien und Kinderparadies Nentershausen. Das Gymnasium hat dem zukünftigen Oberschüler eine Zusage geschickt.
Der Mai
Mein Lieblingsbaum blüht. Es ist ein uralter Obstbaum, der es irgendwie immer wieder schafft. Wir ernähren uns hauptsächlich von Erdbeertorte und der Sommer verabschiedet sich so langsam.
Der Juni
Die Schule schaltet einen Gang runter, alles riecht nach Ferien. Großer Sohn fährt mit seiner Klasse eine Woche nach Amrum, um anschließend Abschied von einander zu nehmen.
Es regnet viel, ständig und stark. Unser Hof wird in wenigen Augenblicken zum Kinderparadies.
Der Juli
ist eine reiner Ferienmonat. Töchterlein sollte eigentlich das Schwimmen lernen und ich die Geduld. Der Gitarrenspieler nimmt seine letzten Stunden und hängt die Klampfe an den Nagel. Auch die Kindergartenära ist nun endgültig vorbei, wir werden uns fehlen. So viele Abschiede, konnte ich noch nie gut.
Ende des Monats hat endlich auch der Ernährer Urlaub, so gleich packen wir unser Auto voll und düsen in den Süden.
Der August
Die ersten zwei Wochen sind immernoch Ferien. Wir nutzen die Regenpausen und wandern durch die österreichischen Berge. Ansonsten leeren wir Regentonnen und schneiden Rosen zurück.
Die Schule ruft schließlich und wir müssen nach Berlin. Nun wohnen hier drei Schulkinder.
Großkind geht wohlgemut und voller Elan in die neue Schule. Er kennt da niemanden, wir beneiden ihn nicht.
Der September
ist ein richtiger Wonnemonat. Die milden Temperaturen lassen uns doch noch die Badehosen suchen.
In der Oberschule tauchen erste Sorgen auf. Nicht die Leistungen sind das Problem, eher die anderen Mitschüler, die nämlich alle ach so cool sind. Wir beschließen auch etwas cooler zu werden und ich verordne Jeans und freche Sprüche.
Der Oktober
bringt erst mal Herbstferien und wunderbare Tage auf Föhr. Immernoch Badewetter aber irgendwann erinnert sich doch das Wetter an die Jahreszeit und der Herbst bricht mit Macht herein. Wir erleben in einer Woche vier Jahreszeiten.Die Probleme in der Schule bleiben, Großsohn beschließt einen Selbstverteidigungskurs zu besuchen.
Der November
ist golden aber irgendwie nicht unser Monat. Die Sorgen in der Schule nehmen zu. Aber immerhin trägt der Selbstverteidigungskurs Früchte. Mein Fahrrad landet unterm Auto und ich Gott sei Dank nur auf der Kühlerhaube.
Der Dezember
Schule bleibt unser Hauptgesprächsthema. Nach einem Lehrergespräch zeigen sich leichte Entspannungen.Unterrichtsausfall und Ferien tun uns allen gut. Die Kinder schmücken zum ersten Mal den Weihnachtsbaum ganz alleine.
















































